Spaten frei in Altona! Die Louise-Schroeder-Schule wird zur Hecken-Oase

Das Thermometer in Altona zeigt morgens gerade einmal 3 °C, als die ersten Sonnenstrahlen auf den noch ruhigen Schulhof fallen. Ein paar Stunden später stürmen die Klassen 3b und 4a der Louise-Schroeder-Schule auf ihren Schulhof. Voller Tatendrang freuen sich die Kinder darauf, das Schulgelände grüner, lebendiger und ein Stück artenreicher zu machen.

Bevor die Sträucher in die Erde gehen, steht ein gemeinsamer Check-in auf dem Programm: Was ist überhaupt ein Strauch und weshalb ist es so wichtig, was wir heute machen? Die Antworten haben einige Kids schon stolz parat. Hecken sind wertvolle Lebensretter für unsere Natur: Sie bieten wichtigen Bestäuber-Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot und schenken uns Menschen später im Jahr leckere Beeren zum Naschen direkt vom Strauch.

Zwei Hecken für ein starkes Ökosystem

Aufgeteilt in drei Pflanz-Teams pro Klasse geht es an die Arbeit. Das Ziel des Tages: Eine Naschhecke und eine Waldrandhecke mit insgesamt 24 robusten Gehölzen von der Baumschule Eggert sowie frischem Pflanzgut. Jeweils zwei Kinder werden zum Pflanz-Team und setzen schrittweise unter Anleitung der Pflanzteamer ihren Strauch an seinen neuen Standort.

Die Klasse 3b widmet sich der Waldrandhecke entlang des Zauns zur Straße. Hier ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt, denn der hohe Wurzeldruck und der Schattenwurf der großen, alteingesessenen Bäume fordern heraus. Die vorhandenen Baumwurzeln sollen unbeschädigt bleiben, weshalb das Team einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern einhält. Gepflanzt werden sorgsam ausgewählte, eher langsam wachsende Arten, die hervorragend mit den gegebenen Bedingungen klarkommen: Roter Hartriegel, Schwarzer Holunder und Gemeine Hasel sorgen hier bald für dichte Biodiversität, Vogelschutz und Insektenfutter. Zudem bildet keine dieser Arten Wurzelausläufer, sodass der Schulzaun sicher bleibt.

Im Anschluss verwandelt die Klasse 4a den Randbereich des Schulgartens in eine Naschhecke. Nachdem die Schule im Vorfeld bereits mit Acker e. V. erfolgreich ein eigenes Gemüsebeet im Rahmen der Gemüseackerdemie angelegt hat, folgt nun mit Sträuchern und dem Heckeretter e.V. das nächste große Naturprojekt auf dem Gelände. Da der Boden für die kleineren Kinderspaten stellenweise sehr hart ist, greifen die Nachwuchs-Gärtner*innen kurzerhand zu den großen Spaten. „Herrlich wuselig“ beschreibt Pflanzteamer Niko das bunte Treiben: Mit vollem Körpereinsatz werden tiefe Löcher ausgehoben, fleißig dicke Regenwürmer begrüßt und auch die eine oder andere historische Altlast aus dem Boden befördert. Einige Kinder sind so stolz auf ihr Werk, dass sie ihrem Strauch direkt einen Namen geben und fest vorhaben, die neuen grünen Freund*innen in den Pausen regelmäßig zu besuchen.

Voller Support: Begeisterter Besuch und ein starkes Team

Die Pflanzaktion bleibt nicht unbeachtet. Neben der großartigen Unterstützung des engagierten Schulsozialarbeiters kommt auch die Schulleiterin vorbei, um das Werk zu bestaunen. Zudem erhält die Aktion offiziellen Besuch vom Schulbauamt. Der Verantwortliche macht sich vor Ort ein Bild von den Standorten und ist begeistert von der Aktion. Zudem wurden die Abstände zum Zaun vorbildlich eingehalten und die Wurzeln der alten Bäume verschont.

Das Beste: Diese Hecken sind für die Zukunft bestens gewappnet. Ein Mulchen ist nicht notwendig, denn die Bewässerung an der Schule ist fantastisch organisiert. Denn Die Schüler*innen kümmern sich um das Gießen über das gesamte Jahr: so geht nachhaltige Hecken-Patenschaft!

Nach getaner Arbeit wurde das Heckenretter-Team von der Louise-Schroeder-Schule zum gemeinsamen Mittagessen in die schuleigene Mensa eingeladen. Frisch gestärkt und glücklich über dieses neue Stück Natur in Altona düsen Niko, Alex, Thomas und Bernd mit dem Heckenmobil schließlich wieder ab. Danke an diese tolle Schule mit ihren Schüler:innen und Lehrkräften für diesen fantastischen Einsatz!

Wir freuen uns über Spenden, Fördermitgliedschaften oder Unternehmenskooperationen, um weiterhin Aktionen mit Schulen durchführen zu können. 

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